Fun-Facts aus dem Bereich Whisky
22 wilde, witzige und teils absurde Whisky-Fakten und Geschichten stehen bereit – mal zum Lachen, mal zum Staunen und manchmal einfach nur zum fassungslosen Kopfschütteln. Alles wild durcheinander, aber garantiert unterhaltsam.
Alkoholstärke (min - max)
Maximale Fassgrösse
Jugendschutzgesetz für Whisk(e)y
Whisky im Alphabet
Glenquisition
Whisky-Paradox in den USA
Tag des Whisk(e)y
Grenze Highlands/Lowlands
Anekdote: Dellen in den Stills
Grant vs. Laphroaig
Talisker: Warum 45,8%
Ardbeg in Space
Das Teelöffel-Debakel von 1923
Beschleunigte Reifung per Vibration
Tod durch Whiskey - Whiskeybrand in Dublin
Whiskey als Medizin
Territorialanspruch mit einer Flasche Whisky
Whisky aus Urin
Whisky mit Tarnkappe: Destillerien undercover
Das Pappygate
Cocktail 27.321
Tim und Struppi vs. Loch Lomond
Glenquisition
Die Scotch Whisky Association (SWA) hat sich längst zur obersten Instanz der Markenmoral aufgeschwungen – immer bereit, beim bloßen Klang des heiligen Wortes 'Glen' in Alarmbereitschaft zu geraten. Als deutsche Whiskyhersteller ihre edlen Tropfen mit dem Namen Glen und einem Schuss schottischer Eleganz versehen wollten, flogen sofort die Paragraphen durch die Luft. Die SWA rückte an wie eine literarische Sondereinheit – bewaffnet mit Klageschriften statt Dudelsäcken – um den schottischen Ursprung gegen vermeintliche Namensfrevler zu verteidigen.Das Oberlandesgericht Hamburg lieferte dazu eine Glanzleistung in Sachen juristischer Groteske: Es urteilte allen Ernstes, dass das Wort Glen beim Durchschnittsverbraucher unweigerlich das Bild eines echten Scotch Whiskys heraufbeschwöre. Was sich da auftat, war weniger ein Markenschutz – eher eine Glenquisition, bei der jeder Tropfen Individualität vor dem Tribunal der Tradition stand.
Was bleibt, ist der Eindruck eines absurden Bühnenstücks, in dem nicht der Geschmack zählt, sondern die korrekte Namensetikette – und in dem die schottische Tradition offenbar nur durch rigorose Markenüberwachung vor der Verwässerung gerettet werden kann.
Mir sind aktuell zwei betroffene detsche Destillen bekannt: Die Hammerschmiede aus dem Harz mit dem ehemaligen Glen Els (jetzt: Elsburn) und die baden-württembergische Waldhornbrennerei mit dem Glen Buchenbach (jetzt: Buchenbach Gold).
Die Urteilsbegründung kann im Downloadbereich herunter geladen werden.